Präambel und Programm der UBG-Lautertal

Sinn und Ziel politischer Handlungsweisen kann nur die vorausschauende Planung sein, die Kindern und Enkeln ein angstfreies Leben in einer gesunden Umgebung ermöglicht.

So wie der Steinbruch „Brender“ verhindert werden konnte, werden wir uns bei anderen Projekten, die mit einer unverhältnismäßig großen Zerstörung der Natur einhergehen, für den Erhalt der Natur einsetzen.

Wir wollen uns für die Schaffung von Arbeitsplätzen auf Gemeindegebiet einsetzen, vorrangig in Form von Handwerks- und Kleinbetrieben. Wesentlich dabei ist ein gesundes Verhältnis zwischen Anzahl der Arbeitsplätze und Flächenverbrauch.

Wohn- und Gewerbegebiete sollen nach ökologischen und ökonomischen Gesichtspunkten ausgewiesen werden, die Schließung von Baulücken hat Vorrang.

Zur Förderung des Fremdenverkehrs soll die Ausweisung von Naturschutzgebieten von der Gemeinde vorangetrieben werden.

Als Beitrag zu einem sanften Tourismus werden flächendeckend Radwege auf vorhandenen Wegen ausgewiesen oder bei Bedarf neu gebaut.

Für den Bau von Biogasanlagen wird ein Förderprogramm aufgelegt, die Förderung von Brauchwasseranlagen wird vorangetrieben.

Windkraftanlagen werden als umweltfreundlicher Beitrag zur wirtschaftlichen Entwicklung der Gemeinde grundsätzlich unterstützt. Die Ausweisung der Standorte soll unter enger Abstimmung mit den Anwohnern erfolgen.

Ein Gremium, das analog dem Kinder- und Jugendparlament des Vogelsbergkreises die Interessen der Jugendlichen auf Gemeindeebene vertritt, sollte auch weiterhin von den Jugendlichen demokratisch gewählt werden. Allerdings sollte in Zukunft eine größere Einbindung in den Entscheidungsprozess der Gemeindevertretung gewährleistet werden. Die Gemeindeverwaltung betreut die Arbeit dieses Gremiums und unterstützt es in seiner Organisation.

Der Kindergarten der Gemeinde soll noch stärker als bisher mit der Schule zusammenarbeiten. Er soll bei Bedarf auch Kinder unter drei Jahren aufnehmen. Der Besuch des Kindergartens soll langfristig für die Eltern gebührenfrei werden. Wir wollen mit dieser Umstellung auf Gebührenfreiheit im letzten Jahr vor dem Schulbesuch beginnen.

Anders, als es bisher in der Gemeinde üblich war, wollen wir die Bürger frühzeitig über anstehende Entscheidungen informieren und in die Entscheidungsfindung einbeziehen.