Auswahl von aktuellen Anträgen
 

Antrag zum Erhalt der biologischen Vielfalt an kommunalen Feldwegen (15.06.2019)

Die Gemeindevertretung möge beschließen:

Die Wegraine und Feldraine im Besitz der Gemeinde Lautertal werden frühestens Mitte Juli gemäht, dabei wird ein Mindestabstand zum Boden von 10 bis 15 cm eingehalten. Das Mähen hat kleinflächig und versetzt zu erfolgen (nicht mehr als 200 m am Stück). Das Schnittgut wird ca. eine Woche später abgefahren.

Wegraine an kommunalen Feldwegen werden nicht mehr gemulcht.

Begründung:

Bei der öffentlichen Biodiversitätskonferenz am 06.05.19, veranstaltet von der unteren Naturschutzbehörde im Hotel Johannesberg in Lauterbach, erläuterte der Experte Dr. Andreas Segerer, dass Insekten systemrelevant sind, als Bioindikatoren dienen und einen immensen wirtschaftlichen Nutzen an Naturdienstleistungen erbringen.
Da die land- und forstwirtschaftliche Flächennutzung immer intensiver geworden ist und noch wird, bleiben den Insekten vielfach nur noch Hecken, Wegränder und Raine als Lebensraum und Rückzugsgebiete. Daher bedürfen diese unseres besonderen Augenmerks und Schutzes.

Die oben genannten Maßnahmen führen dazu, dass die Pflanzenvielfalt an den genannten Flächen erhalten bleibt oder zunimmt. Speziell der Verzicht auf das Mulchen ist erforderlich für das Überleben von Insektenlarven und -puppen an den verschiedenen Pflanzenteilen.  Das zeitversetzte partielle Mähen dient dazu, dass größere Lebewesen wie Eidechsen sich auf die Umstellung des Lebensraums einstellen können. Eine Abfuhr des Schnittgutes ist notwendig, damit die Wegränder nicht Nährstoffe anreichern und die nachwachsenden Pflanzen nicht erstickt werden. Auf nährstoffarmem Boden bildet sich auf Dauer eine größere Artenvielfalt in der Flora und in der Fauna.

Mit freundlichen Grüßen

Richard Golle

 

Antrag zu Bedingungen bei der Neuverpachtung kommunaler Flächen (04.06.2019)

Die Gemeindevertretung möge beschließen:

Bei der Neuverpachtung kommunaler Ackerflächen werden Interessenten bevorzugt, die nach den Richtlinien des EU- Bio- Siegels anbauen.

Bei der Neuverpachtung von Grünflächen werden Interessenten bevorzugt, die auf diesen Flächen nach den Grünland-Extensivierungs-Richtlinien des Hessischen Programms für Agrarumwelt- und Landschaftspflege- Maßnahmen (HALM) arbeiten.

Diese Bedingungen werden bereits in die Ausschreibungen der Flächen geschrieben.

Unter mehreren Bietern mit vergleichbaren Geboten werden Lautertaler Landwirte oder die mit dem kürzeren Anfahrtsweg eher berücksichtigt.

Eine Bewirtschaftung der Flächen nach den o.g. Kriterien rechtfertigt einen geringeren Pachtzins.

Die Begründung erfolgt mündlich.

Mit freundlichen Grüßen

Richard Golle

 

Erhaltung der Biodiversität durch Maßnahmen der Heckenpflege (04.06.2019)

Die Gemeindevertretung möge beschließen:

Heckenpflegemaßnahmen werden nach Kriterien des Naturschutzes durchgeführt. Dazu gehört, dass möglichst viele Salweiden (Kätzchenweiden) als Pollennahrung für Insekten erhalten bleiben, dass Dornensträucher als Brutstätten für Singvögel an vielen verschiedenen Stellen zur Verfügung stehen, dass Wasser in Gräben langsamer abfließt und dadurch die Grundwasserneubildung begünstigt wird.

Deshalb werden Maßnahmen zur Beseitigung oder Verkleinerung von Hecken auf ein Minimum beschränkt. Zur Beratung soll die Untere Naturschutzbehörde herangezogen werden.
An Stellen, an denen es ökologisch sinnvoll ist, sollen in Absprache mit der Unteren Naturschutzbehörde Hecken neu gepflanzt werden.

Begründung.

Für den Erhalt der Artenvielfalt in unserer Region ist eine abwechslungsreiche, kleinräumige Landschaftsstruktur zwingend notwendig. Genau die Lebensräume, die wirtschaftlich unwichtig erscheinen, wie Hecken und Wegränder, spielen eine besonders wesentliche Rolle für den Erhalt bedrohter Arten.

Mit freundlichen Grüßen

Richard Golle

 

Antrag zu Zinsen für gestundete Zahlungen an die Gemeinde (27.11.2018)

Die Gemeindevertretung möge beschließen:

Bürger, bei denen Zahlungen an die Gemeinde gestundet werden, bekommen einen flexiblen Zinssatz berechnet. Dieser soll nicht mehr als 0,5 Prozent über dem Zinssatz liegen, den die Gemeinde für Kassenkredite aufbringen muss.

Begründung:

Wenn die Notwendigkeit einer Stundung besteht, sind die Bürger ohnehin stark finanziell belastet. Diese Belastung sollte durch die Gemeinde möglichst nicht noch weiter erhöht werden.

Ein geringfügig höherer Zinssatz als der für Kassenkredite rechtfertigt sich durch den Verwaltungsaufwand im Zusammenhang mit der Stundung.

Mit freundlichen Grüßen

Cornelia Bothe

 

Antrag zur Zertifizierung des Gemeindewaldes nach FSC (05.06.2017)

Die Gemeindevertretung möge beschließen:

Die Gemeinde Lautertal lässt ihren Gemeindewald nach FSC (Forest Stewardship Council) zertifizieren und bindet so viele Privatwaldbesitzer wie möglich in diesen Prozess ein.

Begründung:

  • Teil dieses Prozesses ist die Bewirtschaftung von Wild. Eine Teilnahme wird dazu führen, dass die Abschusszahlen von Niederwild besser erfüllt werden und Schadenssersatz für Wildschäden konsequenter bei den Jagdpächtern eingefordert werden wird.
  • Wald- und Bodenbewirtschaftung werden noch konsequenter an Nachhaltigkeitskriterien orientiert werden.
  • Dadurch erhöhen sich die Chancen auf wind- und sturmfesten Dauerwald.
  • Zurzeit gibt es noch eine Unterstützung für 80 % der entstehenden Kosten durch das Land Hessen.
  • Eine FSC- Zertifizierung erhöht die Chancen auf bessere Verkaufspreise beim Holz.

Mit freundlichen Grüßen

Cornelia Bothe

 

Antrag zum Ausbau von Radwegen (24.06.2015)

Die Gemeindevertretung möge beschließen:

Die Gemeindevertretung Lautertal beauftragt den Gemeindevorstand zu prüfen, ob Mittel aus der Radwege-Offensive der Hessischen Landesregierung zu bekommen sind, die man zum Bau von Radwegen entlang der Landesstraßen im Gemeindegebiet einsetzen könnte.

Begründung: Schon lange wird ein Radweg zwischen Hörgenau und Eichenrod befürwortet. Mit Mitteln vom Land ließe sich dieser leichter verwirklichen. Aber auch zwischen Engelrod und Rebgeshain wäre der Ausbau eines Radweges sinnvoll, ebenso ein Zubringer zum Vulkan-Radweg von Eichenrod aus.

Mit freundlichen Grüßen

Cornelia Bothe

 

Antrag zur Mitgliedschaft in der Schutzgemeinschaft Vogelsberg (06.06.2015)

Die Gemeindevertretung möge beschließen:

Die Gemeindevertretung Lautertal lädt ein Vorstandsmitglied der Schutzgemeinschaft Vogelsberg ein, um sich über deren Arbeit und Ziele zu informieren. Danach prüft die Gemeinde eine Mitgliedschaft in der Schutzgemeinschaft Vogelsberg.

Begründung: Es muss langfristig sichergestellt werden, dass in Zeiten der Klimaveränderung und veränderter Niederschläge der Grundwasserspiegel im Vogelsberg gesichert bleibt. Die Ambitionen der Stadt Frankfurt, sich weitere Möglichkeiten zur Trinkwasserversorgung zu erschließen, stellen eine zusätzliche Gefährdung der Wasservorräte im Vogelsberg dar.
Eine Mitgliedschaft in der Schutzgemeinschaft Vogelsberg ermöglicht der Gemeinde Lautertal besseren Zugang zu Informationen und gibt ihr mehr Gewicht bei eventuellen zukünftigen Auseinandersetzungen um Wasservorräte.

Mit freundlichen Grüßen

Cornelia Bothe